Do want…NOW! – Wie ich zu meinem iPhone 3GS kam.

Lang ist’s her (eine Woche) als ich mich dann doch dazu entschied mir das Gerät zuzulegen, welches angesichts der Strapazen die man auf sich nehmen muss um es zu erhalten, schon fast als der heilige Gral beschrieben werden könnte: ein iPhone 3GS.
Hätte ich vorher gewusst wie abenteuerlich es wird, bis man ein 3GS sein Eigen nennen kann, wer weiss ob ich mich dann nicht anders entschieden hätte (not).

Tag 1:
Die Reise begann völlig unspektakulär in einem T-Punkt. Okok, der Besuch eines T-Punkts kann durchaus auch extrem spektakulär verlaufen, wenn einem mal wieder der neue Azubi vor die Nase gesetzt wird um zu “beraten” (aka. “in den Wahnsinn treiben”). Das war diesmal allerdings nicht der Fall und so musste ich mich mit einem “Ja, die Teile sind total vergriffen, aber ich kann sie mal auf die Warteliste setzen” zufrieden geben. Besagte “Warteliste” halte ich allerdings für ein Gerücht, da es den Anschein hat, selbige existiere nur damit die “nette” Person, die sie aufopferungsvoll (“haben wa nicht, bekommen wa evtl. nächste Woche wieder, ciao”) betreut, möglichst beschäftigt und um das Wohl des Kunden besorgt erscheinen kann, während sie nach Namen und Telefonnummer fragt um diese in besagte “Liste” aufzunehmen (Der versprochene Anruf bei Anlieferung neuer Geräte blieb bis Heute aus).

Tag 2:
Immernoch fest überzeugt vom baldigen Erfolg meiner Mission. hörte ich auf den Rat meines Blog-Partners und versuchte mein Glück bei einem externen Anbieter. Diesmal aber nicht, ohne vor Aufbruch überzeugt von der Verfügbarkeit des Gerätes zu sein. Also dort mal fix angerufen: Ich: “Hi 3GS, habt ihr?” Er: “Jo, haben wa noch reichlich da” Ich: “Perfekt, vielen Dank.”. Man sollte ja meinen, das würde reichen um diesmal erfolgreich zu sein, aber weit gefehlt. Dort angekommen durfte ich mir dann Vollgendes anhoeren: “Ja iPhones haben wa reichlich da, aber die SIM-Karten sind alle.”  Die SIM-Karten sind alle…die SIM-Karten…WIE KONNT ICHS NUR VERGESSEN MICH NACH DEN SIM-KARTEN ZU ERKUNDIGEN -.- (aka. “Seid ihr bisschen doof, oder wollt ihr mich verarschen?”)

Tag 3:
Langsam an dem Erfolg meiner Mission zweifelnd, aber noch nicht an Aufgabe denkend, versuchte ich mein Glück bei MediaMarkt. Mit wenig Hoffnung ging ich auf den “Telefonmann” (aka. “Trottel” wie ich gleich feststellen durfte) zu und erkundigte mich nach dem 3GS: Ich: “Hi habt ihr nochn iPhone 3GS?” Er: “Ja aber nur noch 16GB.” Ich: “Perfekt, das wollt ich sowieso.” Er sah erfreut aus weil er das letzte iPhone loszuwerden schien und ich weil ich endlich ein iPhone bekommen sollte, ja SOLLTE. Nachdem er mich schon meinen Perso, sowie die Daten für meine Bankverbindung zücken lies, machte er sich auf, das Gerät zu holen. “Upps doch 32GB.” hauchte mich plötzlich ein Stimmchen an. “NOWAI, ernsthaft jetzt? Sachma gehts noch? Verschwörung!!! 32GB Rückwärts = 23 = Illuminaten, das MUSSTE einfach zusammenhängen, WASN SPAST” kam es mir in den Sinn und “Ok, dann nicht.”, aus dem Mund.

Tag 4:
Nach einem erholsamen (rly?) Wochenende, nahm ich die Mission “Trotz der Verschwörung” (Wie ich sie zu diesem Zeitpunkt getauft hatte) erneut in Angriff. Es mag sich jetzt unglaubwürdig anhören, aber diesmal gab es tatsächlich noch iPhones _UND_ SIM-Karten. Nach einer Stunde und gefuehlten 10 bis alles nötige an T-Mobile übermittelt wurde, trat ich den Heimweg an, endlich in Besitz des lang ersehnten Schatzes. The End…..not.

Tag 4 1/2:
Daheim angekommen klingelte sogleich das Telefon (nein, NICHT mein iPhone, warum, das erfahrt ihr gleich….verdammte Sch****): “Hallo sie haben eben ein iPhone bei uns erworben und ich sehe gerade, die Verträge werden ihnen nicht von T-Mobile zugesandt, sie müssten nochmal vorbeikommen, sonst kann das nicht freigeschalten werden.” ARRRRRRRRRRRRRRRRRGHHHH (aka “TÖTEN!”). Haben die vor mir noch nie eins der Teile verkauft? Das muss doch ein Scherz sein! *heul*

Tag 5:
Die Reise nimmt so langsam ein Ende, der heilige Gral muss nur noch einsatzfähig werden. Also ein letztes mal in besagten Shop. Verträge waren bereit, eine kleine Entschädigung fuer den zusätzlichen Aufwand auch (*freu*, nicht viel, aber es zählt ja bekanntlich die Geste…not?). Man versicherte mir, dass das freischalten des Netzes nun so gut wie erledigt sei und ich das Gerät, höchstwahrscheinlich, sobald ich daheim bin schon in vollem Umfang nutzen kann…höchstwahrscheinlich könnt ihr euch vorstellen, dass ich seitdem hier sitze und darauf warte, dass mein Netz aktiviert wird (das is sooooo supi spannend, wie Weihnachten und Ostern und…..ach leckt mich). Jetzt gebe ich ihnen höchstwahrscheinlich noch 24 Stunden um das hier mal gebacken zu bekommen, bevor ich höchstwahrscheinlich komplett eskaliere.

So viel zu meinem Abenteuer, das nun _höchstwahrscheinlich_ (k?)ein Ende genommen hat.

p.s. an alle “Der Weg ist das Ziel”-Motivatoren: Geht pls sterben!
p.p.s. früher hat man Fallen aufgestellt um wertvolle Gegenstände zu schützen, heute is das nichtmehr nötig, das hat nen “Ich funktionier eh nicht wie du willst”-Selbstschutz, der einen zwangsläufig sowieso vom Dach springen lässt.

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  • 2 Comments

    1. Nala sagt:

      Es wird eine Geschichte, die deine Enkel und Urenkel noch zu hören bekommen. ‘Damals, als ich ein iPhone haben wollte; Auftakt, Overtüre und Ende’. Mach ein Buch draus! Das schönste war aber dein Gesicht, wenn Du wen mit iPhone sahst. Man hätte es fotografieren soll und in den Blogeintrag einbauen sollen.

    2. julian sagt:

      srsly dude!Ich kann das immer wieder lesen und jedesmal drueber lachen.

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