Donnerstag, gegen 13.00 Uhr:
Man (Ich) lungert mal wieder vor dem Rechner. Nichts los um die Zeit, aber wie man weiss kann sich sowas schnell ändern. So geschehen auch in diesem Fall. Eine blinkende ICQ Message, eine kurze Diskussion und Kerl wie man is, hat man in 5 Minuten fuer den Abend einen Kinobesuch ausgemacht: Inglourious Basterds.
Endlich wieder ein Tarantino, und zudem auch noch extrem gut besetzt (nicht als ob das zwingend notwendig wäre für einen guten Film). Ich will nicht sagen dass die Besetzung in “Death Proof” schlecht, oder unbekannt war, aber der Film an sich war einfach nicht gut, da hat einfach zu viel gefehlt was einen guten Tarantino ausmachen, aber das hat er mit “Inglourious Basterds” wieder wett gemacht, voll und ganz.
Um was es geht:
Eine kleine Truppe, den Nazis feindlich gesonnener Soldaten, unter der Führung von Lt. Aldo Raine (Brad Pitt) macht sich in das besetzte Frankreich auf, um dort mit brutalster Gewalt für Schrecken unter den deutschen Soldaten zu sorgen.
Während im ersten, der insgesamt 5 Kapitel in die der Film unterteilt ist, auf sehr effektive Weise ein starke Antipathie gegenüber der Nazis und der damit verbundenen Hauptperson SS-Standartenführer Hans Landa (gespielt vom für diese Rolle mehrfach ausgezeichneten Schauspieler, Christoph Waltz) geschürt wird, führen die 4 weiteren Kapitel zielstrebig auf das Hauptereignis des Films zu.
Fazit:
Tarantino ist es einmal mehr gelungen, mit witzigen, Tarantino-typischen, Dialogen (ich erinner nur an die 1-Dollar-Trinkgeld Diskussion zu Beginn von “Reservoir Dogs”), gut inszenierten Effekten und einer guten Story, einen Film in die Kinos zu bringen, der einfach nur sehenswert ist.
Durch die zu Beginn erzeugte Antipathie bekommt der Kinobesucher eine Möglichkeit die Gewalt der Basterds vor sich selbst zu rechtfertigen. Dadurch wirkt das ganze um einiges künstlerischer und nicht nur als sinnfrei eingesetzte Brutalität um zu schockieren.
Wer allerdings ein Problem mit blutigen Szenen hat, sollte sich eventuell schon überlegen ob er sich den Film anschaun will.
P.S.:
Wer nicht weiss welche Szene ich mit der 1-Dollar-Trinkgeld Diskussion meine, dem sei geraten, dass er sich “Reservoir Dogs” zulegt oder zumindest ausleiht. Es ist immerhin der, meiner Meinung nach, beste Film den Tarantino bisher gemacht hat.

